Die 1. Internationale und Interdisziplinäre Konferenz "Places of Peace: Europa durch Friedensverträge gestalten" fand am 30. Juni 2021 statt

                            

 

Die 1. Internationale und Interdisziplinäre Konferenz "Places of Peace: Europa durch Friedensverträge gestalten", die am 30. Juni online stattfand, war sowohl hinsichtlich der Qualität der präsentierten Vorträge als auch hinsichtlich der Teilnehmerzahl sehr erfolgreich.
Die Konferenz begann mit einer Eröffnungsrede des Vorstandsvorsitzenden des Europäischen Netzwerks der Friedensorte, Eduardo Basso, der die wichtigsten Aktionen des Vereins seit seiner Gründung und die Perspektiven für die zukünftige Entwicklung beschrieb. Anschließend hatten die Konferenzteilnehmer die Gelegenheit, das kürzlich gestartete Werbevideo der "Places of Peace Route" zu sehen, das die aktuelle Dimension der Route und ihre wichtigsten Ziele vorstellt.
Ein Beitrag von Ulf Müller, Vizepräsident der ENPP, über die Aktivitäten rund um das Schloss Hubertusburg (Deutschland), wo die Verträge zur Beendigung des bekannten "Siebenjährigen Krieges" unterzeichnet wurden, schloss die Eröffnungssitzung ab.
Die erste Arbeitssitzung hatte als Hauptrednerin Patrizia Battilani, Leiterin des Center for Advanced Studies in Tourism, Universität Bologna, Italien, die eine hervorragende Präsentation zum Thema "Friedensverträge, widersprüchliches Erbe und Tourismus: Herausforderungen und Möglichkeiten" hielt. Es folgten Vorträge von Antonia Ceballos Cuadrado, Universität Sevilla, Spanien (Die Schlussakte der Konferenz von Algeciras (1906), erzählt von Jean Jaurès in L'Humanité). Außerdem referierten María Rojas Pavón und Concepción Foronda Robles, ebenfalls von der Universität Sevilla, Spanien (Trägt das Europäische Kulturerbe-Siegel zur Gestaltung eines Europas des Friedens bei?), worauf eine Diskussionsphase folgte.

Der Nachmittag begann mit einem wichtigen Vortrag von Fabio Carbone, Dozent für Internationales Tourismusmanagement, Universität Coventry (Großbritannien), & Forschungsstipendiat am Center for Trust, Peace and Social Relations, Universität Coventry (Großbritannien), der sich mit dem Thema "Give Peace a Chance." Die Herausforderungen für einen wirksamen Beitrag des Tourismus zum Frieden".  Die Vorträge von Sofia Lopes von der Europa-Universität, Portugal (Akademische Mobilität. Brückenschlag zwischen Tourismus und Friedenserziehung), Silvia Aulet von der Universität Girona, Spanien (Heilige Stätten als Orte des Friedens: ein Vorschlag aus touristischer Sicht) und von Anabela Monteiro von der Europa-Universität, Portugal (Tourismus und Frieden - Welche Art von Beziehung?) schlossen die erste Sitzung des Nachmittags ab.
Die letzte Sitzung (komplett in französischer Sprache) fand unter dem allgemeinen Thema "Geschichte und Frieden" statt mit Präsentationen von Ferenc Tóth, Senior Research Fellow des Instituts für Geschichte am Forschungszentrum für Geisteswissenschaften (ehemals Reaktionszentrum der ungarischen Akademie der Wissenschaften) mit dem Titel "Geschichte und Frieden. Die Aufwertung des historischen Erbes von Vasvár in Ungarn" und von Bruno Judic, emeritierter Professor der Universität Tours, mit dem Vortrag "Die Figur des Heiligen Martin und das Thema des Friedens".

In der Abschlusssitzung gab es kurze Beiträge von Mitgliedern des Organisationskomitees, Patrizia Battilani, Áurea Rodrigues, Universität Évora und Präsidentin des Wissenschaftlichen Rates der Places of Peace Route und Eduardo Basso, Präsident der Europäischen Netzwerks Places of Peace (ENPP).

Zusätzlich zu den Rednern nahmen mehr als 50 Personen an der Konferenz teil, hauptsächlich Akademiker von verschiedenen Universitäten in Europa.

Die 2. Places of Peace-Konferenz wird im nächsten Jahr zu einem noch anzugebenden Termin stattfinden.