Europäisches Kulturerbe-Siegel für die Places of Peace-Orte beantragt

Kulturerbe

DIE TRANSNATIONALE BEWERBUNG FÜR DAS EUROPÄISCHE KULTURERBE-SIEGEL WURDE EINGEREICHT

Die Gemeinde Viana do Alentejo und die Organisation Europäisches Netzwerk der Places of Peace („ENPP“) haben am 9. Dezember 2020 bei der Regionaldirektion für Kultur des Alentejo (Portugal) einen transnationalen Antrag für das Europäische Kulturerbe-Siegel (EHL) mit dem gemeinsamen Namen „Places of Peace“ eingereicht, zusätzlich zum Paço dos Henriques in Alcáçovas (Portugal) noch sechs weitere Stätten in sechs Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die über ein gemeinsames immaterielles Erbe verfügen, da in allen von ihnen bedeutende Friedensverträge unterzeichnet wurden.
Das Europäische Kulturerbe-Siegel (EKS), das 2011 durch den Beschluss Nr. 1194/2011 / EU des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates eingerichtet wurde, soll Stätten auszeichnen, die einen starken europäischen Symbolwert haben und die sowohl die gemeinsame europäische Geschichte und den Aufbau der Europäischen Union (EU) als auch die europäischen Werte und Menschenrechte, die dem Prozess der europäischen Integration zugrunde liegen, deutlich machen.
Die Bewerbung wurde in der Kategorie „transnationale Stätte“ eingereicht, d.h. eine Stätte, die mehrere Stätten in verschiedenen Mitgliedstaaten vereint, die sich auf ein bestimmtes Thema konzentrieren. Neben Paço dos Henriques (Portugal) als Koordinator der Bewerbung sind dies der historische Komplex von Alcañices (Spanien), das Schloss von Trencin (Slowakei), das Haus des Friedens von Vasvár (Ungarn), das Kloster S. Francisco von Zadar (Kroatien), der Park des Historischen Brunnens von Kaynardzha (Bulgarien) und das Cotroceni-Nationalmuseum in Bukarest (Rumänien).

Vorerst wird dieser Antrag ohne deutsche Beteiligung gestellt, d.h.  Altranstädt, Bautzen und Hubertusburg sind nicht dabei. Wir haben die Bewerbung der Places of Peace-Route  für die Kulturroute des Europarates in der Prüfung  und im Hinblick auf die Europäischen Kulturerbe-Stätten für 2023 werden wir sehen, wie es weitergeht: ob es möglich ist, dass sich diese deutschen Orte der Bewerbung des ENPP anschließen, wenn sie jetzt 2021 genehmigt wird, ob Sie eine eigene Bewerbung für die Friedensorte in Sachsen einreichen oder ob wir eine neue gemeinsame Bewerbung einreichen, falls die jetzige Bewerbung nicht ausgewählt wird.
Das ENPP wird jede dieser möglichen Lösungen unterstützen.

Hier in Wermsdorf wird diese Bewerbung auch von der Gemeinde Wermsdorf sowie vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagemanagement, Niederlassung Leipzig, tatkräftig voran gebracht. Im Freundeskreis Schloss Hubertusburg e.V. setzen sich Ulf Müller und das Vorstandsmitglied Jan Lindner für diese Aktivitäten ein.

Im Jahr 2021 werden die Antragsunterlagen für die Bewerbung Hubertusburgs erarbeitet und beim Kultusministerium in Dresden eingereicht.

Interessenten, die diese Aktivitäten unterstützen möchten, melden sich bitte per Email. (kontakt@freundeskreis-hubertusburg.de)