Ein sehr hoffnungsvoller Start der neuen Sonderausstellung in Hubertusburg

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Auszug Siehe: http://www.lvz.de/Region/Oschatz/Wieder-Kunstschaetze-im-Schloss-Hubertu...

17:19 Uhr, 28.04.2019  Oschatz
Sonderausstellung in Wermsdorf eröffnet Wieder Kunstschätze im Schloss Hubertusburg
Im Wermsdorfer Schloss Hubertusburg ist am Sonntag eine neue Sonderausstellung eröffnet worden. Gezeigt werden seltene Kunstschätze sowie Videoinstallationen, die an die „Hochzeit des Jahrhunderts“ zwischen dem sächsischen Thronfolger und der Kaisertochter erinnern.
Von einem Hochzeitsgeschenk ohnegleichen war die Rede. Von einem zauberhaften Märchenschloss und vom sächsischen Versailles. Zur Eröffnung der Sonderschau „Friedrich August und Maria Josepha – das verlorene sächsische Rokoko“ am Sonntag im Wermsdorfer Schloss Hubertusburg sparten die Redner nicht mit Superlativen. Schon in der ersten Stunde überschritten mehr als tausend Gäste die Schwelle zum größten Barockjagdschloss Europas, um die Ausstellung zu besuchen.
Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) hatten hier 2013 eine Schau zum 250. Jubiläum des Friedens von Hubertusburg kuratiert. Damals kamen mehr als 86 000 Besucher. „Dieses Jahr werden es sicher über 100 000 Gäste sein“, so Olav Praetsch optimistisch. Der Wermsdorfer Chocolatier hat extra für die Zeit der Schau ein Café auf dem Schlossgelände eingerichtet. Und geht es nach ihm, würde er dort auch dauerhaft Besucher bewirten. Ähnliche Töne schlug Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) an. Nachdem es Finanzminister Matthias Haß bereits gelungen sei, die Umsetzung der aktuellen Ausstellung abzusichern, überlege man intensiv, was hier dauerhaft und grundsätzlich geschaffen werden kann, so Kretschmer. „Das ist ein politisches Ziel“, betonte er, „wir möchten, dass man Hubertusburg immer besuchen kann.“
Das soll zunächst durch die Einrichtung eines zentralen Schaudepots der SKD möglich werden, die Haß angekündigt hatte. Am Sonntag unterstrich der Ministerpräsident, dass der Freistaat bei der Förderung von Kunst und Kultur nicht nur große Städte, sondern auch ländliche Regionen im Fokus habe. „Wir werden weiter Akzente setzen und die Mittel für die Kulturraumförderung deutlich aufstocken“, sagte er.

Im Wermsdorfer Schloss Hubertusburg ist am Sonntag eine neue Sonderausstellung eröffnet worden. Gezeigt werden seltene Kunstschätze sowie Videoinstallationen, die an die „Hochzeit des Jahrhunderts“ zwischen dem sächsischen Thronfolger und der Kaisertochter erinnern.
Kostbare historische Kunstschätze zu sehen
Was mit öffentlichen Mitteln im ländlichen Raum entstehen kann, ist im Schloss Hubertusburg ab sofort eindrucksvoll zu sehen: Zum ersten Mal haben die SKD und das Schlösserland Sachsen gemeinsam ein Projekt umgesetzt. Dabei sind kostbare historische Kunstschätze sowie moderne Videoinstallationen zu sehen, die das höfische Leben zurzeit des Rokoko nachbilden und an die Hochzeit des Jahrhunderts erinnern, als 1719 in Dresden wochenlang die Vermählung des Sohnes Augusts des Starken mit der Kaisertochter der Habsburger gefeiert wurde. „Es ist eine hochkarätige und ästhetisch anspruchsvolle sowie vielschichtige Ausstellung entstanden“, warb die SKD-Generaldirektorin Marion Ackermann.
Hubertusburg soll wieder kulturelles Zentrum werden
Diese Schau, verbunden mit den Bemühungen im Freistaat, könne der Auftakt sein, um Hubertusburg wieder zu einem kulturellen Zentrum zu machen, überlegte Christian Striefler, Geschäftsführer Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen. „Vielleicht entsteht hier sogar ein sächsisches Humboldt-Forum“, sagte er. Solche Überlegungen gab es auch unter den Gästen: „Das Schloss ist so groß, hier kann noch viel mehr als nur eine Ausstellung Platz finden“, meinte Gerd Breilich, der aus Dresden zur Eröffnung gekommen war. „Zum Beispiel könnten sächsische Universitäten Institute hierher verlegen“, fügte er hinzu.

www.skd.museum/hubertusburg
Von Jana Brechlin

 

Bilder des Freundeskreises Schloss Hubertusburg e.V. von der Eröffnungveranstaltung am 28. April 2019

Besucher auf dem Weg ins Schloss

Bunte Kostüme in Hubertusburg

Präsentation des historischen Vereine aus Dresden und Glauchau

  Aufstellung vor dem Schloss

die Festansprachen wurden in die oberen Säle übertragen

Vereinsvorsitzender W. Köhler übergibt dem Ministerpräsidenten Kretschmer den Protokollband der 7. Hubertusburger Friedensgespräche

Jetzt ist auch ein Original des Damasttuches aus Großschönau zum "Frieden von Hubertusburg 1763" hier ausgestellt

Die Begrüßungswand für die neue Sonderausstellung

Die in Hubertusburg 1761 geplünderten Gemälde werden gezeigt

Dieses Gemälde hatte Freidrich II von Preußen für sich beansprucht

 

ein Ausschnitt aus der Beamer-Show

ein weiterer Ausschnitt aus der Beamer-Show im Westflügel

Die Ausstellung präsentiert über 100 wunderschöne und sehr interessante Kunstwerke. Das erstmalige Zusammenwirken der Staatlichen Kunstsammlung Dresden und der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsens überrascht mit hervorragenden Ideen und einem äußerst attraktiven Gesamt-Ausstellungs-Konzept.

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Öffnungszeiten (vorerst) bis zum 6. Oktober 2019 jeden Tag von 10 bis 18 Uhr - außer Montags.

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