Hoffnungsvolle Pläne des Freistaates Sachsen für Hubertusburgs Zukunft

Meldung vom 18.04.2019 um 21:36 Uhr

Sachsen will Schloss Hubertusburg zu Kulturzentrum machen

Europas größtes Jagdschloss Hubertusburg in Wermsdorf bei Oschatz soll wieder zu einem Kunst- und Kulturzentrum Sachsens werden. Finanzminister Matthias Haß teilte am Donnerstag mit, der Freistaat arbeite an einem Konzept für eine dauerhafte Nutzung. Die gemeinsame Ausstellung "Friedrich August und Maria Josepha" der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten im Schloss Hubertusburg sei ein weiterer Baustein, um die Anlage als Kulturort zu etablieren. Die Schau ist vom 28. April bis zum 6. Oktober zu sehen.
Die Staatlichen Kunstsammlungen prüfen zudem die Einrichtung eines Schaudepots, weil Großteile des Bestandes der 15 Sammlungen aus Platzmangel in den Stammhäusern nicht gezeigt werden kann.
"Die Fülle, die wir nicht zeigen können, gehört ja den Menschen." Marion Ackermann Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Große Anlage mit kurzer Glanzzeit
August der Starke hatte das Jagdschloss Hubertusburg von 1721 an erbauen lassen. Die Riesenanlage aus dem 18. Jahrhundert, zu der sogar ein Opernhaus gehört, wird auch das "sächsische Versailles" genannt. Meist im Herbst wurde es zur temporären Residenz des sächsischen Kurfürsten- und gleichzeitig polnischen Königspaares. Allerdings währte die Glanzzeit von Hubertusburg nur wenige Jahrzehnte – im Siebenjährigen Krieg wurde das Schloss von preußischen Truppen geplündert. Später diente es unter anderem als Militärmagazin, Lazarett, Gefängnis und Krankenhaus. Seit 1993 steht das rund 12.000 Quadratmeter große Hauptgebäude meist leer. Bisher investierte der Freistaat rund 95 Millionen Euro in das Areal, auf dem sich auch eine Psychiatrische Klinik und Teile des Staatsarchivs befinden.

Quelle: MDR/stt/dpa
Siehe: https://www.mdr.de/sachsen/leipzig/grimma-oschatz-wurzen/plaene-schloss-...