11. Tagung des Europäischen Netzwerks der Friedensorte in Bukarest

                        

Die Verteidigung der europäischen Werte, die zukünftigen Projekte des Netzwerks und die Wahl der neuen Leitungsgremien des Vereins dominierten das 11. Treffen des Europäischen Netzwerks der Orte des Friedens am 4. und 5. Mai 2018 im Cotroceni-Museum in Bukarest, Rumänien.
Das Treffen erörterte ausführlich den aktuellen Zertifizierungsprozess der Route der Orte des Friedens, insbesondere den Inhalt eines Berichts über die Route, der von einem vom Europäischen Institut für Kulturstraßen (EICR) ernannten "unabhängigen Experten" erstellt wurde, der von allen anwesenden Delegationen vehement abgelehnt wurde, da er zudem nicht die Realität und Aktivität der Route widerspiegelt, sondern auf Konzepten beruht, die nichts mit den Prinzipien und der Praxis der Route und der ENPP zu tun haben. Infolgedessen billigte das Treffen die vom ENPP-Vorstand ergriffenen Maßnahmen zur Lösung der durch diesen Bericht geschaffenen Situation und beauftragte den ENPP-Vorstand, weiterhin auf die Aufhebung der Entscheidung zu drängen, den vom Vorstand des EPA-Verwaltungsrats für Kulturstraßen am 16. und 17. Februar dieses Jahres getroffenen Zertifizierungsprozess nicht fortzusetzen.

Im Hinblick auf zukünftige Projekte wurden die zukünftige Durchführung einer Konferenz über Tourismus und Frieden sowie der Start der "Peace Games", eines Projekts interkultureller Erfahrungen aller Mitglieder des Netzwerks, das für das EU-Kulturprogramm nominiert wurde und auf eine Entscheidung wartet, erörtert.
Die Leitungsgremien des Vereins für die vier Jahre 2018/2022 wurden einstimmig gewählt und der ENPP-Vorstand wird weiterhin von Eduardo Basso geleitet, der den Verein der Freunde des Schlosses Evoramonte (Portugal) vertritt. Die übrigen Vorstandspositionen werden von Ulf Müller (Hubertusburg Castle Friendship Association, Deutschland), Janka Fabová (Oz TREUM, Slowakei), Bozhanka Dobreva (EICT Eureka, Bulgarien) und Anita Grzan-Martinovic (Gemeinde Zadar, Kroatien) besetzt.

Das Präsidium der Generalversammlung wird vom Verein zur Förderung der Burg Altranstädt (Deutschland) und dem Präsidium des Prüfungsausschusses der Gemeinde Vasvár (Ungarn) wahrgenommen.