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Wermsdorf

Europa-Medaille für Freundeskreis

Wermsdorf. Dem Freundeskreis Schloss Hubertusburg ist die Europamedaille des Europäischen Parlaments verliehen worden. Die Auszeichnung nahm der Abgeordnete Hermann Winkler (CDU) im Rahmen des Jahresempfanges der Gemeinde Wermsdorf vor. Winkler würdigte damit das Engagement des Freundeskreises, der den Friedensgedanken pflege und gemeinsam mit Partnern in ganz Europa für ein friedliches Miteinander eintrete. Der Verein sei außerdem Impulsgeber für das Jubiläumsjahr. ©Seite 15

 

"Respekt für Dynamik in Wermsdorf"

Jahresempfang der Gemeinde: Europamedaille für Freundeskreis Schloss Hubertusburg

Wermsdorf. Mit seinen rund 5500 Einwohnern war die Gemeinde Wermsdorf am Wochenende Bühne für Friedensstifter aus Europa: Das Netzwerk "Places of Peace" - Orte des Friedens - traf sich hier zu seiner Jahrestagung. Und die Europaabgeordneten Hermann Winkler und Peter Jahr nutzten den Jahresempfang der Gemeinde am Freitag, um dem Freundeskreis Schloss Hubertusburg die Europamedaille zu überreichen.
Von Jana Brechlin
"Das ist eine Anerkennung aus Europa für die Arbeit des Vereins, die auf ganz Europa wirkt", unterstrich Hermann Winkler (CDU), der für die Europäische Volkspartei im Parlament sitzt. In der Region pflege man die große Bedeutung des Friedensbegriffes, und das sei ganz im Sinne des europäischen Hauses, das schließlich zur Bewahrung des Friedens gegründet wurde. Gemeinsam mit seinem Parlamentskollegen Peter Jahr habe er sich persönlich davon überzeugen wollen, wie bürgerschaftliches Engagement mit Unterstützung des Freistaates zu "unglaublichen Ergebnissen" führt, sagte Winkler mit Blick auf die Sonderschau anlässlich 250 Jahre Frieden von Hubertusburg.
Für den Vorsitzenden des Freundeskreises Dr. Georg Müller war die Auszeichnung eine Überraschung und Freude zugleich. "Wir sind stolz auf das, was bisher geschaffen wurde und dankbar, dass die Arbeit europaweit Anerkennung findet", meinte er nach der Verleihung im Kultursaal der Hubertusburg.
Es sei eine große Chance, anlässlich dieses Jubiläums den Blick auf Wermsdorf und das Schloss zu lenken, das so eng mit dem Friedensschluss von 1763 verbunden ist, so der Abgeordnete des Europäischen Parlaments Hermann Winkler: "Jetzt, in dieser Zeit, muss es gelingen, so viel Aufmerksamkeit zu erreichen, dass auch nach der Sonderschau der Fokus auf Hubertusburg liegt." Damit honoriere man auch die jahrelange, sehr engagierte Arbeit des Freundeskreises und seiner Unterstützer.
Das unterstrich auch Bürgermeister Matthias Müller (CDU) in seiner Rede. Er hatte dieses Jahr auf den sonst traditionellen Neujahrsempfang verzichtet und statt dessen jetzt in den Kultursaal der Hubertusburg eingeladen: "Dem Gemeinderat und mir war es wichtig, die Veranstaltung durchzuführen, wenn die Ausstellung läuft." Und wie die läuft: Teilweise mehrere tausend Besucher pro Tag, volle Restaurants und am Wochenende ausgebuchte Hotels seien keine Seltenheit. Das alles sei dem Freundeskreis als Impulsgeber sowie den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) zu verdanken, die die Sonderschau im Schloss eingerichtet und ausgestattet haben. Außerdem habe das Sächsische Immobilien- und Baumanagement im Auftrag des Freistaates Jahr für Jahr in die imposante Anlage investiert.
Bei aller Dankbarkeit machte Müller keinen Hehl daraus, dass man auch künftig auf ein Engagement in Wermsdorf hoffe. "Ohne Druck, aber nachdrücklich", wolle man im Gespräch bleiben, damit das Schloss auch nach dem Ende der Sonderschau genutzt wird, sagte der Bürgermeister.
Das wünschten auch die Amtskollegen aus den Partnergemeinden Gronau an der Leine und Stockach am Bodensee, die zum Jahresempfang nach Wermsdorf gekommen waren. "Man sieht, das hier etwas gelingt", sagte etwa Stockachs Bürgermeister Rainer Stolz, "Gemeinde und Land sind auf dem Weg, die Schmuckstücke, die man hat, herauszustellen." Man freue sich über die Dynamik in der Kommune. "Wir betrachten mit großem Respekt, was sie hier leisten", wandte er sich an die Wermsdorfer.
Das sei nur möglich, weil sich so viele Menschen aus Institutionen, Vereinen, Unternehmen oder Feuerwehren ehrenamtlich engagieren, betonte Matthias Müller, und dabei Unterstützung von Kreis, Freistaat und Bund hätten.

 

Zu den geladenen Gästen im Kultursaal gehören Einwohner der Gemeinde ebenso wie Vertreter von Institutionen, Unternehmen und Parlamenten.Fotos: Dirk Hunger

Der Europaabgeordnete Hermann Winkler überreicht dem Vorstand des Freundeskreis Schloss Hubertusburg mit Dr. Georg Müller, Wolfgang Köhler (v.l.), Ulf Müller und Wolfgang Trommer (v.r.) sowie Bürgermeister Matthias Müller (M.) die Europamedaille. Glückwünsche gibt es auch von Peter Jahr, ebenfalls Mitglied im Europäischen Parlament.

Sängerin MaryBeth Gremour gestaltet, begleitet von ihrer Band, den Empfang der Gemeinde mit einfühlsamen und beschwingten Liedern musikalisch.V