Die 5. Hubertusburger Friedensgespräche - ein Höhepunkt im Jahr 2014

Hier finden Sie vorab das Programm der Tagung im September. Wir laden Sie herzlich dazu ein!

Frieden „muss gestiftet werden“ (Immanuel Kant)

5. Hubertusburger Friedensgespräche

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V. in Kooperation mit der

Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung

19. bis 21. September 2014

Wermsdorf/Schloss Hubertusburg

Grußwort des Schirmherrn

Frieden "muss gestiftet werden“ – so hat es bereits Immanuel Kant in seiner Schrift „Zum ewigen Frieden“ niedergeschrieben. Dass die Sehnsucht der Menschheit nach Frieden allein nicht ausreicht, um diesen auch zu schaffen und zu erhalten, zeigt uns das Gedenkjahr 2014. Wir erinnern uns an den Beginn des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Beide Kriege brachten Zerstörung und unvorstellbares Leid über die Völker der Welt.

Ebenso mahnen uns gegenwärtig zahlreiche Konflikte weltweit, dass Frieden aktiv gestiftet werden muss, denn ein Blick in die Geschichte zeigt: kein Krieg kommt als Schicksal über die Menschheit, sondern er wird von Menschen gemacht. Genauso ist Frieden auch kein Geschenk, das uns in den Schoß fällt. Es liegt an jedem von uns, in seinen Lebensbereichen und mit seinen Möglichkeiten, Frieden zu stiften – sei es im Privaten, im Beruf oder gar zwischen Staaten.

Die europäische Einigung in den letzten sechs Jahrzehnten zeigt uns einen Weg auf, wie der Frieden gewonnen werden kann. Selbst Revolutionen konnten in diesem Klima den Beinamen „friedlich“ erhalten. Und dennoch verdeutlichen Konflikte wie beispielsweise auf dem Balkan, dass ein einmal erreichter Friede immer wieder unseren Einsatz erfordert, damit er erhalten bleibt.

„Frieden in Freiheit“ – das haben die Menschen in der Friedlichen Revolution vor 25 Jahren erreicht. Und wie für den Frieden gilt für die Freiheit: sie ist kein Geschenk, sondern wir müssen sie uns immer wieder erarbeiten und sie verantwortungsvoll mit Leben füllen.

Als Ort des Friedensschlusses von 1763, der das Ende des Siebenjährigen Krieges besiegelte, ist Schloss Hubertusburg der geeignete Rahmen, um über die Frage zu debattieren, wie Friede gestiftet werden kann.

So wünsche ich den 5. Hubertusburger Friedensgesprächen aufschlussreiche Diskussionen und eine große Strahlkraft, damit wir immer wieder ermuntert werden, Frieden zu stiften und zu gestalten.

Stanislaw Tillich

Ministerpräsident des Freistaates Sachsen

 

Freitag, 19. September 2014, Ovalsaal

                           1914 – 1989 Zur Erinnerung an das Zeitalter der Extreme

10:00 Uhr Künstlerische Einführung                                                                                              
Musik: Chor des Thomas-Mann-Gymnasiums Oschatz

Der kleine Frieden im Großen Krieg. Westfront 1914: Als Deutsche, Franzosen und Briten gemeinsam Weihnachten feierten (Michael Jürgs, 2003) Gelesen von Dr. Sylke-Kristin Deimig, Leipzig

Musik: Chor des Thomas-Mann-Gymnasiums Oschatz

Begrüßung

Dr. Georg Müller, Vorsitzender des Freundeskreises Schloss Hubertusburg e. V.

Grußworte

Frank Richter, Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung

Michael Czupalla, Landrat des Landkreises Nordsachsen

Vorträge

11:15 Uhr Daniela Dahn, Berlin                                                                                                         
Frieden muss gestiftet werden. Von der bleibenden Verantwortung, Schwerter zu Pflugscharen zu machen

12:00 Uhr Sonja Süß, Berlin                                                                                                              
Alternative Ärzte-Friedensgruppen in den 80er Jahren in Berlin, Halle, Erfurt, Stendal und Jena

12:45 Uhr Pause

13:15 Uhr Justus H. Ulbricht, Dresden                                                                                          
Untergang der “Welt von Gestern”. Der Erste Weltkrieg als europäische Katastrophe – Geschichte und Erinnerung

14:00 Uhr Ulrich von Hehl, Leipzig                                                                                                       
Krieg und Klassenkampf in Leipzig. Gesellschaftliche Konflikte in einer sächsischen Großstadt 1914 – 1918

14:45 Uhr Lothar Brock, Frankfurt/M.                                                                                                 
1914, 2014 und darüber hinaus: Die Bedeutung internationaler Organisationen für die Erlangung und Bewahrung von Frieden

15:30 Uhr  Pause

16:00 Uhr Grußworte der sächsischen Staatsministerin für Kultus, Brunhild Kurth, als Schirmherrin des 3. Hubertusburger Jugend-Friedenspreises; Verleihung der Preise durch die Ministerin, Brunhild Kurth, gemeinsam mit dem Bürgermeister, Matthias Müller, der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, dem Rotary-Club Torgau-Oschatz, Wolfgang Köhler, und dem Freundeskreis Schloss Hubertusburg e.V., Ulf Müller

18:00 Uhr Empfang zum Abendessen durch Bürgermeister Matthias Müller im Gemeindesaal des Alten Jagdschlosses

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Sonnabend, 20. September 2014, Kultursaal

                                 Friede in den Städten

09:00 Uhr Aleksander-Marek Sadowski, Zittau                                                                                           
Von Feinden zu Partnern – der deutsch-polnische Friede als Ergebnis des von beiden Seiten gestifteten Versöhnungsprozesses

09:45 Uhr Jelena Volić-Hellbusch, Beograd                                                                                            
Balkan 2014 - ohne Ende ein neuer Anfang

10:30 Uhr Vesna Nikolovska, Skopje/London                                                                                         
Die Steinbrücke - Wie die Zweiteilung einer Stadt die Friedensverhältnisse bestimmt

11:15 Uhr Daniel Gaede, Weimar                                                                                                         
Snapshots in Weimar: Friedensimpulse für Jugendliche aus Bologna,Ehingen und Leuven                                                             

12:00 Uhr Pause

13:15 Uhr Frank Richter, Dresden                                                                                                   
Dresden und der 13. Februar 1945

14:00 Uhr Ingrid Claußnitzer, Radebeul                                                                                              
Radebeul und sein Friedenspreis. Eine sächsische Kommune im Engagement für Europa

14:45 Uhr Ingo Zimmermann, Dresden                                                                                                    Steingewordener Friede – Die Wiedererrichtung der Dresdner Frauenkirche als europäisches Friedenszeugnis

15:30 Uhr Pause

16:00 Uhr Fishbowl – ein Diskussionsforum                                                                                          
Was ermöglicht oder behindert die Friedensfähigkeit von Menschen, Städten und Gesellschaften?                                                                                Moderation: Frank Richter, Dresden

18:30 Uhr Abendbrot vom Backhaus Wentzlaff, Sornzig

19:30 Uhr Sonderkonzert mit Joachim Schäfer, Trompete, und Judit Izsák, Orgel, in der Katholischen Schlosskapelle St. Hubertus

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Sonntag, 21. September 2014, Kultursaal

                                   Visionen vom Frieden

09:00 Uhr Till Bastian, Isny                                                                                                            
Ökologisches Weltbürgerrecht

09:45 Uhr Friedrich Dieckmann, Berlin                                                                                                
„Europa steht!“ Beethoven in Krieg und Frieden

10:30 Uhr Pause

10:45 Uhr Ernst Luther, Halle                                                                                                            
„Arbeit tun, damit der Friede sich in uns einsenke und Wurzeln fasse“ (Albert Schweitzer)

11:30 Uhr Annegret Schober, Leipzig                                                                                                      
Der Moscheebau in Leipzig

12:15 Uhr Pause

12:30 Uhr Statio für den Frieden                                                                                                    
Interreligiöses Treffen in der Katholischen Schlosskapelle St. Hubertus

          Tagungsende

 

 

Das Programm im PDF-Format